Der „Niedersächsische Service für digitale Prüfungen“ (Digitaler Prüfungsservice; kurz DPS) erprobte 2022 - 2023 eine landesweite Kooperationsstruktur für summative digitale Klausuren. Ziel war, technischen Aufwand an einzelnen Hochschulen zu senken, Qualität und Rechtssicherheit zu erhöhen und Kompetenzen gemeinsam auszubauen. Unter Federführung der Universität Göttingen entwickelten Verbundpartner zentrale, hochverfügbare Prüfungslösungen, Second‑Level‑Support (GWDG, Universität Osnabrück) sowie rechtliche und organisatorische Leitlinien (ELAN e.V.). Parallel wurden Schnittstellen, Betriebskonzepte für E‑Prüfungsräume und BYOD (Bring-your-own-device) -Szenarien sowie der Erfahrungsaustausch zwischen Fachkulturen etabliert. Das Projekt stärkte so landesweit die sichere Durchführung digitaler Klausuren und legte die Grundlage für dauerhafte Zusammenarbeit und Skalierung.

Was hat die HAWK davon?

Die HAWK profitierte von einer verlässlichen, skalierbaren Infrastruktur für digitale Prüfungen mit hochverfügbaren Plattformen und klar organisiertem Verbund‑Support. Gemeinsame Leitlinien und Muster erhöhten die Rechtssicherheit in Datenschutz und Prüfungsrecht. Standardisierte Abläufe reduzierten den lokalen Technikaufwand und beschleunigten Prozesse. Durch die Weiterentwicklung von Stud.IP/Vips sowie erprobte BYOD‑ und E‑Prüfungsraumszenarien standen bessere Werkzeuge für Lehrende und Verwaltung bereit. Über die Kooperation mit der Universität Göttingen konnten große Kohorten effizient geprüft werden. Schulungen, Austauschformate und Best Practices stärkten die Qualifikation aller Beteiligten. Insgesamt entstanden mehr Qualität, Zuverlässigkeit und eine bessere Service‑Erfahrung für Studierende, bei langfristig geringeren Betriebskosten durch geteilte Entwicklungen statt Insellösungen.

Text
Astrid Dreyer

Projektergebnisse

Service & Prozesse

Der landesweite Prüfungsservice etablierte standardisierte End-to-End-Abläufe mit klaren Rollen- und Eskalationswegen und definierten SLAs (Service Level Agreements). Einheitliche Leitlinien zu Prüfungsrecht und Datenschutz sowie Musterdokumente und Notfallpläne schufen Verlässlichkeit, reduzierten administrativen Aufwand und erleichterten die Durchführung auch für große Kohorten.

 

Technik & Betrieb

Die hochverfügbare, gehärtete Prüfungsinfrastruktur mit Monitoring und skalierbaren Betriebsmodellen ermöglichte einen stabilen Betrieb. Durch die Weiterentwicklung von Stud.IP/Vips, automatisierte Deployments via CI/CD (Continuous Integration/Continuous Deployment) und durchdachte Schnittstellen zum LMS (Learning Management System) und Identitätsmanagement wurden E‑Prüfungen in E‑Prüfungsräumen und BYOD-Szenarien zuverlässig und integriert realisiert.

 

Qualifizierung & Wirkung

Gezielte Schulungen, Best‑Practice‑Sammlungen und ein Verbund‑basierter Second‑Level‑Support stärkten die Kompetenzen von Lehrenden, Prüfenden und Verwaltung. Dadurch stiegen Rechtssicherheit und Qualität, die Nutzererfahrung für Studierende verbesserte sich, und es entstand eine nachhaltige, standortübergreifende Zusammenarbeit.